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Führender Experte für Gesundheit bei Ferkeln warnt: Die Geister der Vergangenheit sind zurück

Pressemitteilung Januar 27, 2015

Im Gegensatz zur landläufigen Meinung wurde Eisenmangel-Anämie nicht durch die Einführung von zusätzlichen Eisenpräparaten während der ersten Lebenstage eines Ferkels eliminiert. Auf Grund von modernen Produktionsmethoden ist das Thema Eisenbedarf wieder aufgetaucht, und demensprechend ist Anämie wieder zurück im Schweinestall; hier stellt sie eine enorme Bedrohung, sowohl für die Wachstumsrate und das Wohlbefinden der Ferkel, als auch für die Profite dar.

Pig with vet

„Viele handeln in dem Glauben, dass das Risiko einer Anämie mit der anfänglichen Verabreichung von 200 mg zusätzlichem Eisen an das neugeborene Ferkel eliminiert wurde. Die erhöhte Produktivität der modernen Schweinezucht hat auch die Notwendigkeit für Eisen erhöht“, warnt der führende Experte für Gesundheit bei Ferkeln, Thomas G. Gillespie von Rensselaer Swine Services und Gründungsmitglied des internationalen Eisen-Expertenkomitees.

Eines aus fünf Ferkeln leidet an Anämie

Neuesten Studien zufolge leidet eines von fünf Ferkeln unter konventionellen Bedingungen an einer akuten, klinischen Eisenmangel-Anämie, die der Definition nach ab einer Hämoglobinkonzentration unter 90g Hb/l besteht. Darüberhinaus haben bis zu 75% der Ferkel unzureichende Eisenwerte, wenn man den Grenzwert von 110g Hb/l als Optimalwert betrachtet. 

„Leider verweigern viele Schweinezüchter die regelmäßige Kontrolle auf Eisenmangel-Anämie – ganz ohne böse Absicht, jedoch sind sie sich nicht im Klaren darüber, welche Bedrohung eine Anämie während der „Kinderstube“ für die Produktivität und das Wohlergehen der Herde darstellt. Sie glauben, dass sie durch eine Injektion von 200 mg Eisen innerhalb der ersten drei Tage bei ihren Ferkeln das Risiko einer Anämie eliminiert haben. Und genau aus diesem Grund kann sich eine Anämie oftmals weiter ausbreiten und eine Menge Schaden anrichten, bevor sie entdeckt wird“, sagt Thomas G. Gillespie und stellt heraus, dass die Zeit der „Kinderstube“ in der Tat der Zeitraum im Leben der Ferkel ist, der am stärksten beeinträchtigt wird durch weniger als dem gewünschten Wachstum unter begrenzenden Bedingungen wie einer Anämie. 

Bedrohung für Wachstumsraten und Profite

Neben Futter und Wasser ist Eisen der wichtigste Faktor für Wachstum bei Ferkeln, und Eisenmangel verhindert außergewöhnliches Wachstum. Mit niedrigen Eisenwerten bei der Geburt und einer geringer Aufnahme durch Milch und Futter benötigt ein Ferkel im Durchschnitt ungefähr 53 mg Eisen pro gewachsenem Kilo. 

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Wussten Sie das schon?

Eine Schwankung der Hämoglobinwerte von 10 g Hb/l beim Absetzen bedeutet durchschnittliche Schwankung von 18 Gramm pro Tag bei der Gewichtszunahme drei Wochen nach dem Absetzen. Dies geht mit einer durchschnittlichen Schwankung von fast 400 g/Ferkel in der Aufzuchtphase einher [i].
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Thomas G. Gillespie zufolge ist es unerlässlich, dass Schweinezüchter das Thema Anämie um einiges ernster nehmen und sich auf die Früherkennung und effektive Behandlung fokussieren. 

„Eisenmangel ist eine versteckte Krankheit, die sich rasant entwickelt und aus diesem Grund oft Gelegenheit bekommt, sich zu verbreiten und der Herde damit unumkehrbaren Schaden zufügt, bevor sie entdeckt wird. Wenn klinische Anämie unbehandelt bleibt, mutiert sie schnell zu schlimmeren Krankheiten und führt zu langsamerem Wachstum, da der Körper nicht entsprechend reagieren kann“, sagt er.

Dauerhaftes Wachstumsdefizit

Zu warten, bis das Ferkel eine akute, klinische Anämie entwickelt hat, hat ernsthafte Konsequenzen sowohl für das Wohlergehen des Tieres als auch für den Profit, weil - auch wenn die Hämoglobinwerte wiederhergestellt werden – das Wachstumsdefizit dauerhaft ist, fügt er hinzu: 

„Die Rückkehr zu normalen Hämoglobinwerten bei Ferkeln mit akuter, klinischer Anämie kann durch die Verabreichung von injizierbarem Eisenergänzungsmittel erreicht werden, jedoch dauert die Erholung erheblich länger und kommt einem direkten Verlust bei der Produktion gleich“.

Definition der „Best-Practice“-Schwellenwerte/Streben Sie nach 110

„Es besteht ein riesiger Unterschied in der Art und Weise, wie Anämie rund um die Welt gehandhabt wird – beispielsweise schwanken die Schwellenwerte für die Hämoglobinkonzentration von 70 bis 160 g Hb/l. Führende Experten jedoch sind sich darüber einig, dass eine Hämoglobinkonzentration unter 90 g Hb/l hergenommen werden kann, um Fälle von akuter, klinischer Eisenmangel-Anämie festzulegen, und dass der optimale Hämoglobinwert bei Ferkeln während der Entwöhnung, den Züchter anstreben sollten um eine optimale, fortlaufende Handhabung von Anämie in ihrer Herde zu gewährleisten, 110 g Hb/l ist“, sagt Thomas G. Gillespie.

 

Erkennung in weniger als 60 Sekunden

Eine Anämie mit dem bloßen Auge zu erkennen ist schwierig und wird durch die Tatsache erschwert, dass wir intuitiv bei den kleinsten Ferkeln danach suchen, in Wirklichkeit jedoch die schnell wachsenden Tiere dem erhöhtem Risiko ausgesetzt sind, eine Eisenmangel-Anämie zu entwickeln. Eisenmangel jedoch kann in nur 30 Sekunden festgestellt werden. Pharmacosmos, der Hersteller der weltweiten Eisenmarke Uniferon, hat ein praktisches Vor-Ort-Programm für Anämie entwickelt namens F.A.C.T. Das Programm bietet eine Methode für eine äußerst bewährte, gesamtheitliche Anämie-Prüfung und Bewertung für Herden auf der Grundlage eines Protokolls, das durch das Eisenmangel-Expertenkomitee überprüft wurde. Es beinhaltet ebenso eine Hämoglobinmessung durch die Verwendung der HemoCue 201+ Vor-Ort-Analyse. Eine einfache Blutprobe vom Ohr des Ferkels genügt um die Hämoglobinkonzentration in weniger als 60 Sekunden zu ermitteln – und gibt darüber Aufschluss, ob das Ferkel Gefahr läuft einen Eisenmangel zu entwickeln. Um mehr Informationen zu erhalten, besuchen Sie bitte www.uniferon.com. 

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[i] Jens Peter Nielsen, University of Copenhagen (2014): Association of hematological status at weaning and weight gain post-weaning in piglets. 23rd IPVS Congress, Mexico 2014

Über Pharmacosmos A/S

  • Pharmacosmos entwickelt und vermarktet Arzneimittel zur Behandlung von Eisenmangel bei Menschen und Tieren. Als Pionier auf diesem Feld seit 1965 ist Pharmacosmos heute ein originaler Entwickler und weltweit führender Spezialist auf dem Gebiet der Prävention und Behandlung von Eisenmangel-Anämie bei Menschen und Tieren. Eine konsequente Fokussierung auf Qualität – angefangen bei der höchsten Qualität der Ausgangsstoffe bis hin zur internen Expertise für den Herstellungsprozess – hat Pharmacosmos die Position als globaler Marktführer und bevorzugter Partner beschert. Pharmacosmos produziert alle seine Eisen-Dextran Produkte in seiner Pharmaproduktionsstätte in Holbaek, Dänemark. Diese Produktionsstätte ist zugelassen durch das Europäisches Direktorat für die Qualität von Arzneimitteln (EDQM), sowie durch die Dänische Behörde für Gesundheit und Medizin und ebenso, als einziger Standort außerhalb der USA, durch die US Lebens- und Arzneimittelbehörde (FDA). Pharmacosmos ist ein forschungsbasiertes, dänisches Unternehmen im Familienbesitz, welches weltweit in mehr als 50 Ländern agiert.  

Faktencheck: Was ist Anämie?

  • Anämie bei Ferkeln ist ein Zustand, der durch einen Mangel an Hämoglobin in den roten Blutkörperchen gekennzeichnet ist. Hämoglobin spielt eine maßgebliche Rolle für den Transport von Sauerstoff von den Lungen zum Gewebe des Körpers; wenn die Hämoglobinwerte reduziert sind, wird der Körper nicht ausreichend mit lebenswichtigem Sauerstoff versorgt.
  • Die häufigste Ursache für Anämie bei Ferkeln ist Eisenmangel. Eisenmangel tritt auf, wenn die eigenen Eisenspeicher des Ferkels entleert sind oder durch die Aussetzung von Stress die Bildung von Hämoglobin gehemmt wird oder auch der Abbau von Hämoglobin im Ferkel erhöht ist.

Faktencheck: Eisenmangel-Anämie hat verschiedene Stufen

  • Die optimale Hämoglobinkonzentration bei einem Ferkel zum Zeitpunkt des Absetzens beträgt 110 g Hb/l.
  • Eine Hämoglobinkonzentration zwischen 90 g Hb/l und 110 g Hb/l kann herangezogen werden, um Fälle von sub-klinischer Eisenmangel-Anämie zu definieren.
  • Eine Hämoglobinkonzentration unter 90 g Hb/l kann herangezogen werden, um Fälle von akuter, klinischer Eisenmangel-Anämie zu definieren.

Faktencheck: Früherkennung ist der Schlüssel

  • Eisenmangel ist eine versteckte Krankheit, die sich rasant entwickelt und aus diesem Grund oft Gelegenheit bekommt, sich zu verbreiten und der Herde unumkehrbaren Schaden zufügt, bevor sie entdeckt wird. Wenn sub-klinische Anämie unbehandelt bleibt mutiert sie schnell zu einer schlimmeren, klinisch akuten Anämie.

 

Faktencheck: Injizierbares Eisen – die effizienteste, vorsorgende Maßnahme

  • Injizierbares Eisen wird als bewährte und sichere Behandlungsmethode anerkannt und ist die effizienteste, vorsorgende Maßnahme für Eisenmangel-Anämie bei Ferkeln. Dies ist gleichzeitig die einzige verfügbare Methode für eine gezielte Behandlung von akuter, klinischer Anämie bei Ferkeln.  

 

Faktencheck: Über Uniferon und Pharmacosmos

  • Uniferon ist die weltweit führende Marke bei injizierbarem Eisen – und die einzige Marke mit globaler Präsenz.
  • Uniferon wird von Pharmacosmos entwickelt – einem innovativem Hersteller und Spezialanbieter für erstklassige Qualitätsbehandlungen für Eisenmangel-Anämie bei Menschen und Tieren auf der ganzen Welt.
  • Uniferon ist die einzige Marke, die von den Gesundheitsbehörden sowohl in Europa und Asien als auch in den USA genehmigt ist.
  • Uniferon ist ein stabiles, einheitliches, injizierbares Oberklasse-Eisen, das für eine intramuskuläre oder subcutane Injektion bei Ferkeln entwickelt wurde.
  • Uniferon ist bereit für den Gebrauch und schnell und einfach zu verabreichen.
  • Pharmacosmos und Uniferon behandeln jährlich mehr als 500 Millionen Ferkel auf der ganzen Welt.

Kontakte


Dr. Klaus Teich

Productmanager Livestock
VIRBAC Tierarzneimittel GmbH
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